Andreas Kollross

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Von der Plastikseuche zur Lebensmittelkorruption

Im Kampf gegen die Ausbeutung unserer Ressourcen und Verseuchung unserer Natur, dürfen wir nicht bei Plastik halt machen. Im Lebensmittelbereich werden viele Tonnen genießbare Lebensmittel jährlich achtlos weggeworfen, während einige Familien in Österreich oder weltweilt nicht wissen, wie sie mit dem wenigen Geld ihre Kinder ernähren sollen. An dieser Stelle zeigt sich die Perversität unseres Systems.“, so Nationalratsabgeordneter und Bürgermeister von Trumau Andreas Kollross.

Kollross verlangt daher von der zuständigen Ministerin Köstinger mehr Antworten, auf diese drängenden Fragen und stellt eine parlamentarische Anfrage zum Umgang mit Lebensmittelabfällen in Österreich. Denn 14,5 Masseprozent des Restmülls in Österreich sind vermeidbare Lebensmittelabfälle. Das sind jährlich ca. 157.000 Tonnen bzw. rund 19 kg pro Kopf. Gemeinsam mit anderen Entsorgungswegen (z.B. Biotonne oder Komposthaufen) entspricht das einem Geldwert von ca. 300€ pro Haushalt und Jahr oder rd. 1 Milliarde Euro für alle österreichischen Haushalte in einem Jahr.

„Bei dieser Lebensmittelkorruption dürfen wir nicht länger wegsehen, sondern müssen uns aktiv anschauen, wo hier Abfälle entstehen und wie wir dagegen vorgehen können“, fordert Andreas Kollross. Denn „Österreich bekennt sich offiziell zu den Zielen der UN-Agenda für nachhaltige Entwicklung (SDG’s). Darunter fällt auch das Ziel vermeidbare Lebensmittelabfälle bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren.“ Laut Kollross liegt die Problemlage vor allem darin, dass es bis dato nur freiwillige Vereinbarungen im Lebensmitteleinzelhandel gibt, andere Bereiche wie die Gastronomie, Landwirtschaft, Produktion sind ausgenommen. Darüber hinaus fehlt es an konkreten Daten über die Menge der anfallenden Lebensmittelabfälle.

Im Zuge seiner Anfrage will der Nationalratsabgeordnete daher wissen, ob von Seiten der Umweltministerin neben freiwilligen Vereinbarungen auch Möglichkeit von Verpflichtungen geprüft werden, wie es mit der Datenlage von Lebensmittelabfällen ausschaut und wie zukünftig karitative Einrichtungen, in ihrer Funktion als Lebensmittelretter, besser unterstützt werden.

Alle Interessierten können sich hier die Anfrage durchlesen: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/J/J_03323/imfname_747855.pdf