Andreas Kollross

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SPÖ-Petition zur Rettung der Jugendherbergen

Mit einer Petition zur „Aufstockung der Bundesfördermittel für gemeinnützige Jugendherbergen im Rahmen des Bundes-Jugendförderungsgesetzes“ macht sich SPÖ-Abgeordneter Andreas Kollross für den Erhalt dieses günstigen, gemeinnützigen Übernachtungsangebots stark. Kollross, Petitionensprecher der SPÖ, fordert in der Petition die Erhöhung und auch laufende Anpassung der Förderungen des Bundes, da seit fast 20 Jahren keine Valorisierung mehr vorgenommen wurde, „was einem Wertverlust von 40 Prozent entspricht“, wie Kollross betont. Durch die Corona-Krise ist die Situation für die Jugendherbergen dramatisch.

Kollross weist auf die Bedeutung der Jugendherbergen als gemeinnütziges Angebot für günstige Übernachtungen und Ort der Verständigung und des kulturellen Austauschs hin – eine Idee, die mehr als 100 Jahre alt ist. In der Corona-Krise kommen nun viele Jugendherbergen an den Rande ihrer wirtschaftlichen Existenz. „Allein auf Bundesebene rechnet der österreichische Jugendherbergsring mit einem Verlust von 80.000 Euro durch entgangene Mitgliedsbeiträge. Eine noch nie dagewesene Stornierungswelle sorgt für einen zusätzlichen finanziellen Schaden in den Bundesländern von 5,4 Mio. Euro allein bis Ende Juni.“

Kleinere Jugendherbergen und Landesorganisationen konnten und können aufgrund der Bettenkapazität und der sozialen Preise naturgemäß keine Rücklagen aufbauen – schon gar nicht für eine Ausnahmesituation wie diese. Ohne Hilfe wird diesen Betrieben in den nächsten Wochen das Geld ausgehen und eine Insolvenz wird unvermeidlich“, warnt Kollross vor den wirtschaftlichen Folgen. „Über 370 Jobs in ganz Österreich sind in Gefahr und knapp 575.000 Nächtigungen pro Jahr in der regionalen Wertschöpfung könnten verloren gehen. Regionale Lieferanten wie Lebensmittelhändler, Bäcker, Handwerksbetriebe usw. würden im Falle der Insolvenz Aufträge verlieren.“

Mit der Petition plädiert Kollross deshalb für eine Aufstockung und laufende Valorisierung der Bundesfördermittel im Rahmen des Bundes-Jugendförderungsgesetzes sowie für die Abgeltung des Einnahmenentfalls aufgrund der behördlichen Schließungen.