Andreas Kollross

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Mehr Platz im Gelegenheitsverkehr

Im März schlossen die Schulen im ganzen Land. Schulkinder wurden von einem Tag auf den anderen von zuhause aus unterrichtet. Seit Mai sind die Schulen wieder geöffnet, doch die Coronakrise zwingt Bürger und Bürgerinnen dazu physischen Abstand zu halten. So auch in der Schule und auf dem Schulweg. Dies wird jedoch an vielen Orten unmöglich gemacht.

Für den SP-Kommunalsprecher und Bürgermeister von Trumau, Andreas Kollross und den SP-Sportsprecher Maximilian Köllner stellt die vorherrschende 2:3 Regel im Linien- oder Gelegenheitsverkehr (drei Kinder dürfen auf zwei Plätzen sitzen) eine untragbare Gefährdung der Schulkinder dar. In einer gemeinsamen Petition verlangen die beiden SPÖ-Abgeordneten eine Änderung des Kraftfahrgesetzes auf eine 1:1 Regel und die Schaffung der dringend benötigten flächendeckenden Auslastung an Linien- und Schulbussen.

Im Schulbus muss jedes Kind einen eigenen Sitzplatz haben und sich anschnallen. Das gilt nicht für Linienbusse: Hier dürfen sich drei Kinder zwei Plätze teilen. Im Linienbus dürfen Kinder sogar stehen. Als wäre das nicht schon unsicher genug, ist vor allem zu Stoßzeiten die Einhaltung der Abstandsregel mit den zur Verfügung stehenden Kapazitäten unmöglich.“, kritisiert der Nationalratsabgeordnete Maximilian Köllner die vorherrschenden Zustände.

Der SP-Kommunalsprecher Kollross sieht die einzige Chance einen sicheren Schulweg und eine Entspannung der Platzsituation herbeizuführen, in der Bereitstellung zusätzlicher Verstärkerbusse.

„Damit es unter der strengeren Einhaltung des Mindestabstandes nicht dazu kommt, dass Eltern gezwungen werden ihre Kinder selbst in die Schule oder den Kindergarten zu bringen und wieder abzuholen, ist es zwingend notwendig den Einsatz von Linien- und Schulbussen an überfüllten Strecken und zu stark frequentierten Zeiten zu verstärken. Unsere Kinder sind keine Sardinen. Was für Schule und Kindergarten gilt, muss auch am Weg zu diesen gelten. Alles andere ist unlogisch und reiht sich ansonsten ein in die sich immer stärker widersprechenden Corona-Maßnahmen. Der Virus im Autobus ist kein anderer als jener im Klassenzimmer.

Für die beiden Abgeordneten ist klar, dass die Bundesregierung gefordert ist durch entsprechende Abstandsregeln und zusätzliche budgetäre Mittel einen sicheren Schulweg zu schaffen. Die eingebrachte Petition kann man seit letzter Woche auf der Homepage des Parlaments einsehen und mit einer Unterschrift unterstützen.