Andreas Kollross

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Kinderbetreuungsmilliarde

Mit 1,6 Milliarden Euro könnten in allen österreichischen Gemeinden die Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen verlängert und die Betreuung von Kindern unter drei Jahren gewährleistet werden. Der SPÖ-Kommunalsprecher im Parlament und Bürgermeister von Trumau, Andreas Kollross, fordert anlässlich der Veröffentlichung einer neuen Studie von EcoAustria zu den Kosten eines flächendeckenden Ausbaus der Kinderbetreuung in Österreich neuerlich ein Investitionsbudget zur Gewährleistung eines umfassenden Angebots.

Die Bundesregierung schuldet den Kindern und Familien ein Milliardenpaket, das in die Ausweitung der Öffnungszeiten und Betreuung von unter Dreijährigen fließen muss. Stattdessen haben die Regierung und vor allem Ex-Kanzler Kurz lieber Geld in Inserate und PR gesteckt. Die Bundesregierung muss dieses Budget nun endlich den Kindern und Eltern zur Verfügung stellen und in den flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuung investieren“, fordert der Nationalratsabgeordnete und Vorsitzende des Gemeindevertreter*innenverbandes Österreich.

Den statistischen Analysen der EcoAustria zufolge würde die Ausweitung der Öffnungszeiten auf etwa 10,8 Stunden zu Mehrkosten von ca. 295 Mio. Euro führen, die Anhebung der Betreuungsquote der unter Dreijährigen von 27,6 Prozent auf 67,7 Prozent zu Mehrkosten in Höhe von etwa 1,33 Mrd. Euro. Tragen müssten diese Mehrkosten die Länder und Gemeinden. Geld, das die krisengebeutelten Gemeinden laut Kollross jedoch nicht haben und daher endlich vom Bund zur Verfügung gestellt werden muss.

„Die Gemeinden haben aufgrund der Coronakrise mit erheblichen finanziellen Einbußen zu kämpfen. Durch ein zusätzliches Budget von 1,6 Milliarden Euro könnten die Gemeinden und Städte zwei von drei Kindern unter drei Jahren einen Kinderbetreuungsplatz anbieten und Eltern in ganz Österreich nachhaltig unter die Arme greifen. Ein essentielles Programm, das die Regierung den Menschen in Österreich schuldig ist“, so Kollross, der damit einen dringenden Appell an die ÖVP richtet,

„den Machtrausch von Kurz endlich zu korrigieren und Familien eine gut ausgebaute Kinderbetreuung zu bieten.“