Andreas Kollross

  • Twitter icon
  • Facebook icon
  • Youtube icon
  • Flickr icon

Joboffensive für den Bezirk Baden

SPÖ-Bezirksvorsitzender Nationalrat, Bürgermeister Andreas Kollross: „Von der Einführung der Aktion 40.000 würden sowohl Langzeitarbeitslose als auch Gemeinden massiv profitieren!“

Die SPÖ Bezirk Baden fordert die Einführung der Aktion 40.000. „Wir haben in Österreich derzeit über eine halbe Million Arbeitslose. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt bei rund 140.000. Daher ist für die SPÖ klar: „Langzeitarbeitssuchende und ihre Familien dürfen nicht im Stich gelassen werden. Sie brauchen Unterstützung und eine ehrliche Chance“, so der Badener Bezirksvorsitzende, SPÖ Kommunalsprecher im Nationalrat, Andreas Kollross, der gemeinsam mit SPÖ Bundesparteivorsitzender Pamela Rendi-Wagner und SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch, für die Einführung dieser Initiative steht. Denn, während die Regierung nichts unternimmt, macht sich die SPÖ für die Aktion 40.000 stark.

Eine Aktion mit gleich mehreren Vorteilen: 40.000 Langzeitarbeitslose bekommen einen Arbeitsplatz – und damit Chancen und Perspektiven. Arbeit zu haben, heißt auch Kaufkraftstärkung – und das kurbelt Konsum und Wirtschaft an. Und auch die Gemeinden profitieren. Denn die neuen Arbeitsplätze sollen vor allem im gemeinnützigen Bereich insbesondere in den Gemeinden entstehen und Unterstützungsleistungen für pflegebedürftige Menschen genauso umfassen, wie zum Beispiel Kurierdienste oder Arbeiten in Grün- und Parkflächen.

Es geht darum, Langzeitarbeitslosen – unabhängig davon, wie alt sie sind – eine Perspektive zu geben. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der erfolgreichen Aktion 20.000, die 2018 von der türkis-blauen Bundesregierung eiskalt abgeschafft wurde.

In Österreich herrscht Rekordarbeitslosigkeit. Jobs zu schaffen, ist daher das Gebot der Stunde. Davon profitieren sowohl die Menschen als auch die Gemeinden“, so SPÖ-Bezirksvorsitzender Andreas Kollross.

Da es durch diese Beschäftigungsaktion zu Einsparungen in der Arbeitslosenversicherung kommt und ein wesentlicher Teil der direkten Lohnkosten über Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträge zurück ins Budget fließen, belaufen sich die tatsächlichen Kosten der Aktion 40.000 auf etwa 271,4 Mio. €. Geld das in die Zukunft investiert wird.

„Wenn man bedenkt, dass das Budget von Bundeskanzler Kurz für Eigenwerbung bei 210 Millionen Euro liegt, ist das eine mehr als verkraftbare Summe“, so Kollross.

Wie sich die Arbeitslosigkeit im Bezirk Baden auswirkt, erläutert Kollross anhand der aktuellen Arbeitslosenzahlen. Hier zeigt sich, dass 7.459 Personen - das sind um 19 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres - arbeitslos sind . Der Anteil der Langzeitarbeitslosen, das sind 3.029 Menschen, ist gegenüber dem Vorjahr sogar auf 33 % gestiegen. Zurückblickend auf die erfolgreiche Aktion 20.000 aus 2018 hat sich gezeigt, dass jeder Dritte Langzeitarbeitslose über 50 Jahren, heute wieder einen Arbeitsplatz hat. Das bedeutet: 1.213 ehemalige Langzeitarbeitslose haben heute einen Arbeitsplatz – nicht vom Staat gefördert!

LAbg. Mag. Karin Scheele beschreibt die Situation der Frauen am derzeitigen Arbeitsmarkt wie folgt:  Es befinden sich 3.227 Frauen im Bezirk Baden in der Arbeitslosigkeit, das sind 20,3 % mehr als im Vorjahr, und 4.232 Männer, das sind um 18,8 % mehr der arbeitslos gemeldeten Personen. Scheele zeigt auf, dass die meisten Jobs für Frauen derzeit im Tourismus und Handel auf der Kippe stehen. Um dem entgegenzuwirken fordert Scheele:

  • ein Arbeitsmarktpaket 
  • eine Corona-Arbeitsstiftung
  • einen Qualifizierungsturbo durch Aus- und Weiterbildung
  • mindestens 50 % der AMS-Mittel für Frauen.

Scheele verweist in diesem Zusammenhang auch auf den Internationalen Frauentag am 8.3.

„Frauen sind, und in der momentanen Krisensituation vermehrt, doppelt und dreifach belastet. Denken wir an die Betreuung der Kinder während des Schullockdowns oder aber an die unverzichtbare Tätigkeit in der häuslichen Pflege. Es braucht daher Initiativen, um die Frauen zu stärken“, so Karin Scheele. Sie spricht auch einen KV-Mindestlohn von 1.700 Euro steuerfrei, an. „Denn“, so Scheele abschließend, „klatschen alleine hilft den Frauen nicht!“