Andreas Kollross

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SPÖ warnt vor drohendem Ärztemangel

Die SPÖ schlägt Alarm: Wenn die Politik nicht handelt, droht ein massiver Ärztemangel. Schon jetzt fehlt in manchen Gemeinden ein Hausarzt bzw. eine Hausärztin oder es dauert Monate bis eine Stelle nachbesetzt werden kann. Insgesamt 200.000 Menschen in Österreich haben keinen praktischen Arzt bzw. praktische Ärztin in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung. Und das Problem wird größer: In den nächsten zehn Jahren wird die Hälfte der niedergelassenen Ärzte in Pension gehen. „Wir Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen haben das schon vor Jahren erkannt und gegengesteuert, etwa durch die Einführung von Gruppenpraxen oder Hausarztzentren, die auch gut funktionieren“, äußert sich der Abgeordnete zum Nationalrat Andreas Kollross im Anschluss an die heutige Sondersitzung.

„Auch in meinem Bezirk ist der Ärztemangel akut. Die Menschen haben Schwierigkeiten damit einen praktischen Arzt zu finden, ganz zu schweigen die geringe Verfügbarkeit im Bereich der Kinderärzte. Hier gehören die Hände aus dem Schoß und ein Maßnahmenpaket geschnürt, das jetzt und in Zukunft sicherstellen muss, dass es in allen Gemeinden unseres Bezirkes auch genügend Ärzte und Ärztinnen gibt“, so SPÖ-Kommunalsprecher und Bürgermeister von Trumau Andreas Kollross. 

„Die türkis-blaue Regierung muss unseren Kurs weiterfahren, um auch in Zukunft allen einen wohnortsnahen Zugang zu medizinischen Einrichtungen zu ermöglichen, aber es passiert nichts. Die FPÖ-Gesundheitsministerin ist damit beschäftigt die Sozialversicherung zu zerstören und die allgemeine Gesundheitsversorgung zu privatisieren, anstatt sich um die Sorgen der Patienten und Patientinnen zu kümmern. Die Folge: Die Krankenkassen werden zerschlagen, um 48 neue Posten für türkis-blaue Funktionäre zu schaffen, die den Versicherten über 7 Mio. Euro kosten.“, so Kollross der darauf hinweist, dass um dieses Geld 35 Hausarzt-Stellen finanziert werden könnten.

Die SPÖ hat jedenfalls Rezepte gegen den Ärztemangel: So muss die Ausbildung praxisnäher und der Beruf des Hausarztes attraktiver werden. Etwa indem man die Gründung von Arztpraxen und so genannten Primärversorgungseinheiten fördert. „Es wird Zeit, dass die blaue Gesundheitsministerin endlich aufwacht, das Problem ernst nimmt und handelt!“